Ortsgeschichte

Wir schreiben

Ortsgeschichte

Berlin, 1866. Die Forschung interessiert sich heute sehr für den Stadtraum und seine Wandelbarkeit (Foto: Friedrich Albert Schwartz).

Wir feiern in unserem Ort bald ein Jubiläum und möchten aus diesem Anlass ein Buch herausbringen. Bietet jetzt und einst so etwas an?

Das tun wir. In kommunalen Archiven kennen wir uns bestens aus und wissen, welche Quellengruppen besonders aussagekräftig sind. Wenn Sie sich schon sicher sind, dass es ein Buch werden soll: sehr gut. Aber haben Sie einmal darüber nachgedacht, die Menschen in Ihrer Stadt zu einer historischen Lesung ins Rathaus einzuladen? Oder was halten Sie davon, einen Film über Ihre Stadtgeschichte auf der Homepage Ihrer Stadt zu zeigen?

Napoleon in Berlin auf einem Gemälde von Charles Meynier, 1810. Zur Zeit erinnern viele Projekte an die "Franzosenzeit" vor 200 Jahren (Foto: PD-Art).

Trotzdem: Unsere Ortsgeschichte interessiert nur wenige. Warum sollte ich ein solches Projekt in Auftrag geben?

Viele Dorf- und Stadtchroniken behandeln Ereignisse, mit denen die Menschen heute nichts mehr anfangen können. Die Renovierung der Dorfkirche vor 100 Jahren mag für das Dorf damals von großer Bedeutung gewesen sein. Für das Leben der Menschen heute ist sie unwichtig geworden. Wir sind uns dieser Tatsache bewusst. Bei jetzt und einst steht daher zu Beginn jeder Recherche die Frage im Vordergrund: Was beschäftigt diesen Ort heute? Außerdem ist es entscheidend, in welcher Form Geschichte präsentiert wird. Vielleicht lesen die Menschen kein dickes Geschichtsbuch, sehen sich aber eine Ausstellung an oder besuchen eine Internetseite. Deshalb haben wir eine Menge Ideen entwickelt, die wir Ihnen gerne vorstellen.

Aus dem Tagebuch von Christian Fürchtegott Gellert, 1761. Für die Erforschung der Alltagsgeschichte bilden Selbstzeugnisse eine immer bedeutender werdende Quellengattung (Foto: Universität Düsseldorf).

Die Menschen bei uns beschäftigen sich nicht mit Geschichte. Sie plagen ganz andere Sorgen, zum Beispiel die Suche nach einem der raren Arbeitsplätze hier in der Region. Viele wandern ab.

In solchen Fällen bietet sich eine Ausstellung zu der Frage an, wie Ihre Region in früheren Zeiten mit dem Problem der Abwanderung umgegangen ist. Wie hat Ihr Ort es früher verkraftet, wenn scharenweise Einwohner weggezogen sind? Wächst Ihre Stadt dagegen beispielsweise wegen der Ansiedlung einer neuen Fabrik, wäre ein Projekt zur Integration von Zuzüglern und Zuwanderern geeignet. Zu fragen wäre dann, wie die Menschen in Ihrem Ort früher mit den Ankömmlingen umgegangen sind? Meistens haben die Themen, die heute Probleme bereiten, bereits in der Vergangenheit zu Schwierigkeiten geführt. Wir glauben, dass Geschichte dann interessant ist, wenn sie auf Fragen und Probleme von heute antwortet.

Flüchtlinge in Frankreich, 1940. Die Geschichte eines Ortes ist immer auch die Geschichte von Zu- und Abwanderungen (Foto: Bundesarchiv).

Gut und schön. Aber wer soll das bezahlen?

Es bietet sich an, das Geschichtsprojekt in Ihrem Ort durch eine Mischfinanzierung zu ermöglichen. Das Stadtsäckel wird nur gering belastet, wenn die Veranstaltung oder die Publikation auf Sponsoring, Medienpartnerschaften und regionale oder überregionale Kulturförderung setzt. Daneben gibt es noch Finanzierungsmöglichkeiten. Vielleicht dürfen wir Ihnen einige Tipps geben? Wir beraten Sie gerne.

 

jetzt und einst
Dr. Clemens Tangerding

Torstraße 141
10119 Berlin

+49 (0)30 263 763 53

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