05.11.2019

Feuerwehren in der NS-Zeit

Eine Aufarbeitung der NS-Zeit erfolgt im Normalfall, indem Experten von außen sich in die Akten eines Unternehmens oder einer Organisation vergraben und ihre Ergebnisse am Ende der Geschäftsleitung präsentieren. Wenn die Studie vorgestellt wurde, gilt die NS-Geschichte als aufgearbeitet.

Drei Jahre lang hat Clemens Tangerding mit einem kleinen Team ein Großprojekt vorbereitet, das einen anderen Weg der Aufarbeitung gehen will. Nun ist es so weit. 

Freiwillige Feuerwehrleute in ganz Deutschland können ab sofort ihre eigene NS-Geschichte aufarbeiten und die Ergebnisse in ihrem Ort selbst vorstellen. Die Freiwilligen Feuerwehren, die sich für eine Teilnahme entscheiden, erhalten ein halbes Jahr lang regelmäßig Besuch von Clemens Tangerding. Er erarbeitet mit den Feuerwehrleuten vor Ort eine Ausstellung, eine Broschüre oder eine Online-Seite. Das Bundesinnenministerium fördert das Projekt „Feuerwehren in der NS-Zeit", an dem der Deutsche Feuerwehrverband, das Deutsche Feuerwehrmuseum Fulda und die Justus-Liebig-Universität Gießen beteiligt sind.

 

29.09.2017

Unterdrückte Gefühle

In wissenschaftlichen Debatten haben Wut und Kränkung nichts zu suchen. Wie stark negative Gefühle dennoch in vermeintlich rationale Diskussionen einfließen, erläutert ein neuer Aufsatz im Sammelband "Schelling in Würzburg".

28.09.2017

Das liebe Geld

Obwohl das Thema Geld für alle Studierenden und Absolventen der Angewandten Geschichte eine entscheidende Rolle spielt, wird es auf Tagungen nur selten angesprochen. Der jüngste Workshop der AG Angewandte Geschichte in Köln war eine wichtige Ausnahme und bot interessante - und teilweise schockierende - Einblicke in die Erfahrungen der Studierenden.

10.08.2017

Kleiner Punkt, große Freude

Ein kleiner roter Punkt macht uns heute mächtig stolz: Die Gestaltung des Panoramaprojekts "Titanic - Die Versprechen der Moderne" von Yadegar Asisi, an dem wir beteiligt waren, wird beim Red Dot Design Award: Communication Design 2017 als "Best of the Best" ausgezeichnet. Wir werden mit dem Anstoßen nicht bis zur Preisverleihung Ende Oktober warten, sondern erledigen das umgehend.

02.08.2017

Niemand fällt durch

"Es ist noch niemand durchgefallen" soll beruhigen und motivieren. Auf viele wirkt der Satz wie er gemeint ist. Einige aber setzt er leider fürchterlich unter Druck. Doch auch sie haben die Klausur bestanden. Schöne Semesterferien allen Public-History-Studierenden der FU Berlin (hier ein Link zum Studiengang)!

24.07.2017

Freiburg

Nach dem ITS Bad Arolsen ist das Bundesarchiv in Freiburg sicherlich der schönste Ort für Sommer-Recherchen, auch wenn die Menschen hier etwas schwerer zu verstehen sind. Für einen Auftraggeber recherchieren wir hier in den nächsten Wochen Material zu kriegswichtigen Industrien im Zweiten Weltkrieg. Über diesen Link geht es zu einer Beschreibung der Abteilung Militärarchiv in Freiburg.

20.07.2017

Bügelfalten

Im Jahr 2017 eine Hompage zu betreiben, die nicht responsive ist, ist in etwa so als würde man noch Jeans mit Bügelfalten tragen. Wir haben uns sehr viel Zeit gelassen und die Umstellung für ein leichtes Redesign verwendet. Um Fehler aller Art zu entschuldigen, nennen wir es vorsichtshalber Beta-Version. 

24.05.2017

Hoher Besuch

Besuch im FU-Seminar "Kulturmanagement für Historiker" von Mathias Thiel, Creative Director und Prokurist bei asisi F&E GmbH
, der Agentur des Panorama-Künstlers Yadegar Asisi. Er stellte den Studierenden eine Aufgabe, die sie bis zum Ende des Semesters lösen müssen. Die besten Präsentationen gewinnen einen Preis, die übrigen immerhin Erfahrung.

22.05.2017

Mehr als 100.000 Gäste

Das Titanic-Panorama, an dessen Ausstellung wir mitgearbeitet haben, haben inzwischen mehr als 100.000 Personen gesehen. Damit hat es mehr Besucher als unsere vorherige Ausstellung, die Historische Dauerausstellung im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau.

16.05.2017

Bad Arolsen

Bad Arolsen ist ein beschaulicher kleiner Ort in der Nähe von Kassel. Zugleich ist es Sitz des International Tracing Service (ITS) und damit eines der wichtigsten Archive weltweit für die Suche nach NS-Opfern. Deswegen waren auch wir gerade vor Ort und haben für einen Auftraggeber das Schicksal von etwa 200 Personen recherchiert.

10.03.2017

Residentenliste

Wir beginnen unsere Recherche in der sogenannten Residentenliste im Bundesarchiv, dem umfangreichsten Verzeichnis jüdischer Einwohner des Deutsches Reiches 1933-1945.