05.11.2019

Feuerwehren in der NS-Zeit

Eine Aufarbeitung der NS-Zeit erfolgt im Normalfall, indem Experten von außen sich in die Akten eines Unternehmens oder einer Organisation vergraben und ihre Ergebnisse am Ende der Geschäftsleitung präsentieren. Wenn die Studie vorgestellt wurde, gilt die NS-Geschichte als aufgearbeitet.

Drei Jahre lang hat Clemens Tangerding mit einem kleinen Team ein Großprojekt vorbereitet, das einen anderen Weg der Aufarbeitung gehen will. Nun ist es so weit. 

Freiwillige Feuerwehrleute in ganz Deutschland können ab sofort ihre eigene NS-Geschichte aufarbeiten und die Ergebnisse in ihrem Ort selbst vorstellen. Die Freiwilligen Feuerwehren, die sich für eine Teilnahme entscheiden, erhalten ein halbes Jahr lang regelmäßig Besuch von Clemens Tangerding. Er erarbeitet mit den Feuerwehrleuten vor Ort eine Ausstellung, eine Broschüre oder eine Online-Seite. Das Bundesinnenministerium fördert das Projekt „Feuerwehren in der NS-Zeit", an dem der Deutsche Feuerwehrverband, das Deutsche Feuerwehrmuseum Fulda und die Justus-Liebig-Universität Gießen beteiligt sind.

 

19.07.2016

Wie schön wäre es

Wie schön wäre es, wenn unser Antrag bei der EVZ-Stiftung durchgehen würde. Zusammen mit dem Franz Ludwig Gymnasium Bamberg wollen wir Recherchen über die 27 jüdischen Schüler der Schule unternehmen, die in der NS-Zeit verfolgt wurden, und dieses Wissen szenisch verarbeiten. Die Szenen sollen nicht nur in der Schule, sondern auch ohne Vorankündigung in der Bamberger Altstadt gezeigt werden.

11.07.2016

Stele am Krankenhaus Hubertus eingeweiht

Am Evangelischen Krankenhaus Hubertus ist am Mittwoch eine Erinnerungsstele eingeweiht worden. Es erinnert an das Sanatorium Schlachtensee, das 1943 mittels Enteignung zum Hygiene-Institut der Waffen-SS umfunktioniert wurde. Das Institut wurde unter der Leitung von Joachim Mrugowsky, der später im Nürnberger Ärzteprozess zum Tode verurteilt und 1948 hingerichtet wurde, zu einer Leitzentrale für Menschenversuche in Konzentrationslagern. Über die Geschichte des Hauses berichtet auch das von uns vorgelegte Buch "Geschichte des Evangelischen Krankenhauses Hubertus".  

14.06.2016

Augen auf!

Das letzte Augenpaar schaut bei unserem Partner Königsdruck auf unser jüngstes Buch, das nun zugeschnitten und gebunden wird. Die Zeit, bis man es fertig in den Händen hält, ist auch noch nach vielen Malen aufregend.

18.04.2016

Semesterstart

An der FU Berlin beginnt diese Woche für die Studenten des Masterstudiengangs Public History der neue Kurs mit jetzt und einst-Gründer Dr. Clemens Tangerding. Wie im vergangenen Jahr hat sich auch dieses Semester ein Unternehmer bereit erklärt, den Studenten Rede und Antwort zu stehen und ihre Ideen für eine historische Aufarbeitung der Unternehmensgeschichte zu bewerten. Wir wünschen allen Studierenden ein erfolgreiches Semester und werden mit dafür sorgen, dass es ein arbeitsames wird! 

15.03.2016

Buch über DDR-Krankenhaus

Als fünftes Buch über die Berliner Krankenhäuser der Paul Gerhardt Diakonie erschien die Geschichte der Evangelischen Lungenklinik, dem ehemaligen DDR-Forschungsinstitut für Tuberkulose und Lungenkrankheiten.

02.03.2016

Christoph Henss festes Team-Mitglied

Christoph Henss, der von Oktober bis Dezember ein Praktikum bei jetzt und einst absolviert hat, ist ab sofort fester freier Mitarbeiter bei jetzt und einst. Christoph unterstützt uns vor allem bei den Recherchen. Herzlich Willkommen und frohes Schaffen!

01.03.2016

Neuer Auftrag!

Jetzt und einst wurde soeben von der Arthur Frankeschen Stiftung Berlin damit beauftragt, ein Porträt über den Unternehmer und Stifter Arthur Francke zu schreiben.

10.02.2016

Au travail!

Die letzte Sitzung des Semesters ist vorbei. Die Studierenden der Fachjournalistik Geschichte (FaJo) haben ab jetzt eine Woche Zeit, Ihre Texte als Prüfungsleistung einzureichen. Hierfür wünsche ich Ihnen viel Erfolg und genug Sitzfleisch. Und jetzt: Au travail!

06.01.2016

Der Umgang mit Inoffiziellen Mitarbeitern

Kurz vor der Produktion unseres Buches über die Evangelische Lungenklinik Berlin-Buch beschäftigt uns die Frage: Wie gehen wir mit belasteten Personen in dem Krankenhaus um? Wir wollen aufarbeiten, auch im Sinne der Benachteiligten, aber wir wollen keinen öffentlichen Pranger schaffen. Außerdem kann die BSTU nur Personen überprüfen, deren Namen man ihnen vorlegt. Die Stasi-Unterlagen-Behörde kann also nicht alle IMs einer Einrichtung nennen. Gerechtigkeit ist damit nicht möglich. Die Gespräche dauern an.

16.12.2015

Abgrenzung und Empathie im Konflikt

Wir freuen uns, dass unser Paper für die Tagung "Normative Fragen von Geschichte" an der