05.11.2019

Feuerwehren in der NS-Zeit

Eine Aufarbeitung der NS-Zeit erfolgt im Normalfall, indem Experten von außen sich in die Akten eines Unternehmens oder einer Organisation vergraben und ihre Ergebnisse am Ende der Geschäftsleitung präsentieren. Wenn die Studie vorgestellt wurde, gilt die NS-Geschichte als aufgearbeitet.

Drei Jahre lang hat Clemens Tangerding mit einem kleinen Team ein Großprojekt vorbereitet, das einen anderen Weg der Aufarbeitung gehen will. Nun ist es so weit. 

Freiwillige Feuerwehrleute in ganz Deutschland können ab sofort ihre eigene NS-Geschichte aufarbeiten und die Ergebnisse in ihrem Ort selbst vorstellen. Die Freiwilligen Feuerwehren, die sich für eine Teilnahme entscheiden, erhalten ein halbes Jahr lang regelmäßig Besuch von Clemens Tangerding. Er erarbeitet mit den Feuerwehrleuten vor Ort eine Ausstellung, eine Broschüre oder eine Online-Seite. Das Bundesinnenministerium fördert das Projekt „Feuerwehren in der NS-Zeit", an dem der Deutsche Feuerwehrverband, das Deutsche Feuerwehrmuseum Fulda und die Justus-Liebig-Universität Gießen beteiligt sind.

 

10.03.2017

Residentenliste

Wir beginnen unsere Recherche in der sogenannten Residentenliste im Bundesarchiv, dem umfangreichsten Verzeichnis jüdischer Einwohner des Deutsches Reiches 1933-1945.

07.03.2017

Willkommen an Bord, Monika!

Aufgrund der vielen Recherchen, mit denen jetzt und einst auf dem Gebiet der ehemaligen deutschen Ostgebiete beauftragt wurde, haben wir uns Verstärkung geholt. 

30.01.2017

Ausstellungseröffnung Leipzig

Eröffnung des neuen Panoramas von Yadegar Asisi in Leipzig. jetzt und einst hat für die Begleitausstellung Fotos, Pläne und Filme recherchiert, Texte geschrieben und das Ausstellungsteam wissenschaftlich beraten.

26.01.2017

Dabei sind ist alles

Neuer Auftrag: jetzt und einst wurde damit beauftragt, die fehlenden biografischen Daten von Athleten der modernen Olympischen Spiele zu recherchieren. Die Ergebnisse werden anschließend dem IOC zur Verfügung gestellt.

17.01.2017

Recherchen in Israel

Heute beginnt der zweite Teil unserer Recherchen über jüdische Opfer und deren Nachfahren aus Gießen in der Gedenkstätte Yad Vashem und bei einigen Privatpersonen.  

22.12.2016

Biografie fertiggestellt

Als letztes Projekt 2016 haben wir eine Biografie über den Berliner Unternehmer Arthur Francke im Auftrag der gleichnamigen Stiftung fertiggestellt. Francke war Holzhändler, Immobilienunternehmer und als solcher einer der Erbauer des Afrikanischer Viertels.

29.11.2016

Recherche für die Stadt Völklingen

Die Stadt Völklingen hat es sich zur Aufgabe gesetzt, die Geschichte der NSDAP-Ortsgruppe Völklingen aufzuarbeiten. Dafür hat das Stadtarchiv jetzt und einst beauftragt, die Namen und Funktionen der Mitglieder im Bundesarchiv zu recherchieren. Die Ergebnisse werden in diesen Tagen vom Leiter des Stadtarchivs Christian Reuther vorgestellt. 
 

15.10.2016

Der kleine Fritz

Das deutsche Stahlinstitut in Düsseldorf hat eine Foto-Sammlung, die sich sehen lassen kann. Wir recherchieren in dem Institut für unsere Ausstellung über die Industrialisierung. Beeindruckend war zum Beispiel das Foto eines Dampfhammers, der seit 1862 in den Krupp-Werken im Einsatz war und Stahlblöcke bis zu 2.500 Tonnen Gewicht bearbeiten konnte. Die Belegschaft nannte ihn liebevoll "Fritz".

19.09.2016

Kontakt zwischen Nachfahren von Opfern und Tätern

Bislang haben wir uns bei der Darstellung von jüdischen Holocaust-Opfern auf die Beschreibung ihrer Lebensumstände vor 1933, dann ihrer Entrechtung, ihrer Emigration oder ihrer Deportation beschränkt. In Zukunft wollen wir versuchen, ihre Nachfahren mit den Kinder und Enkeln von Tätern, Verantwortlichen oder Mitwissern des NS-Systems in Kontakt zu bringen. Zu diesem Zweck haben wir Gespräche in Yad Vashem über zwei aktuelle Projekte geführt. Wir hoffen, dass es tatsächlich zu derlei Begegnungen kommen wird.

29.08.2016

Stahl und Größenwahn

Wir verbringen den Spätsommer mit Stahl und Größenwahn. Für eine Ausstellung zur Industrialisierung tragen wir gerade jede Menge Material zusammen und können uns manchmal nur über die Dimensionen wundern. Beim Bau der Forth Bridge in Schottland (1882-1890), damals längste Auslegerbrücke der Welt, kamen mehr als 60 Arbeiter ums Leben. Das wurde angesichts der Größe des Bauprojekts als normal erachtet.