Familiengeschichte

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Familiengeschichte

In Deutschland bestehen mehrere Feldpost-Sammlungen mit Zehntausenden von Briefen (Foto: Holger Ellgaard).

Meine Mutter wurde aus Schlesien vertrieben. Ich weiß fast nichts darüber. Was kann ich überhaupt heute noch erfahren?

Eine ganze Menge. Denn viele Ereignisse vor, während und nach der Vertreibung Ihrer Mutter aus Schlesien sind in irgendeiner Form schriftlich festgehalten worden. Ein Beispiel: Wenn Ihre Mutter auf dem Weg in den Westen irgendwo bei der einheimischen Bevölkerung oder in einer Notunterkunft einquartiert wurde, hat die Gemeindeverwaltung die Ankommenden in Listen eingetragen. Bestimmt hat der Stadtrat dieser Gemeinde über das Flüchtlingsproblem diskutiert. Außerdem hat der Bürgermeister wahrscheinlich Beschwerdebriefe der einheimischen Bevölkerung oder der Flüchtlinge erhalten. Die Kinder der Flüchtlinge sind meistens auf die örtlichen Schulen verteilt worden. Damit wurden ihre Namen in die Schulakten eingetragen. Kurzum: Zwischen der Vertreibung aus dem Elternhaus in Schlesien bis zur Ankunft im neuen Wohnort im Westen liegen Dutzende Ereignisse, die in irgendeiner Form schriftlich festgehalten wurden. Diese Quellen zu finden, ist die Aufgabe von jetzt und einst.

1950 betrug der Anteil der aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen in der Bundesrepublik 16,5 Prozent (Foto: Bundesarchiv).

Mein Vater war im Krieg. Er hat ungern davon erzählt. Heute möchte ich wissen, was er erlebt hat. Was lässt sich darüber herausfinden?

Der erste Schritt bei ehemaligen Soldaten der beiden Weltkriege ist es, ihren Wehrpass zu finden. Im Wehrpass sind die Einsatzgebiete, der Name der Einheit, die Verwundungen oder der Todeszeitpunkt verzeichnet. Die Chancen stehen gut, dass dieser noch erhalten ist. Dann besteht zum Beispiel die Möglichkeit, nach Feldpostbriefen zu suchen. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar gering, einen Brief von Ihrem Vater zu finden. Aber es ist möglich, dass ein Brief aus demselben Regiment oder Frontabschnitt erhalten ist. Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten.

Die Baugeschichte von Häusern verrät viel über ihre Eigentümer (Foto: Tangerding).

Erforscht jetzt und einst auch Familiengeschichten, die nichts mit Krieg oder Vertreibung zu tun haben?

Selbstverständlich. Fast jedes Ereignis in einer Familiengeschichte hat Spuren hinterlassen, die wir häufig noch finden können. Wir können die Lebensgeschichten Ihrer Vorfahren möglichst weit in die Vergangenheit hinein nachverfolgen und eine Familienchronik verfassen. Wir bieten Ihnen eine Biografie über Ihre Großmutter oder Ihren Vater an. Wir sind in der Lage, die Geschichte der Auswanderung eines Ihrer Vorfahren in die Vereinigten Staaten aufzuarbeiten - oder wir schreiben die Geschichte Ihrer Wohngemeinschaft in den 60er Jahren. Jede Geschichte, die Spuren auf Wappen und Fotos, in Taufscheinen und Ratsprotokollen, in Briefen oder in der Erinnerung von Menschen hinterlassen hat, ist es wert, aufgeschrieben zu werden.

Die Daten von Auswanderungen können heute oft online recherchiert werden (Foto: Horst F. Meyer, Dieter Winkler).

Kann ich selbst auch etwas zu dem Projekt beitragen?

Wir sind sogar auf Sie angewiesen. Sie berichten uns, was Sie über die entsprechenden Personen wissen. Sie zeigen uns alle Quellen, die sich im Familienbesitz befinden. Sie liefern uns Angaben über frühere Familienmitglieder (Geburtsdaten, Geburtsorte, Mädchennamen, Wohnorte etc.). Nur mit Ihrer Hilfe können wir Ihren Auftrag bearbeiten.

Bis zum Ersten Weltkrieg sind die meisten Akten und Briefe handschriftlich verfasst (Foto: Belotz).

Und was wird das Ergebnis sein?

Eine flüssig geschriebene Biografie Ihres Vaters in einem schön gestalteten Buch. Oder eine auf hochwertigem Papier gedruckte und mit reich bebilderte Familienchronik. Zusätzlich erhalten Sie alle Quellen, die wir in Archiven, Bibliotheken, in Kellern und auf Dachböden gefunden haben. Wir übergeben Ihnen all dies persönlich. Bei dem Treffen machen wir Ihnen außerdem Vorschläge, wie Sie selbst weiterrecherchieren, in welchen Büchern Sie weiterlesen, wie Sie ein Familienarchiv anlegen und an welche Orte Sie reisen können, um Ihren Vorfahren auf der Spur zu bleiben.

jetzt und einst
Dr. Clemens Tangerding

Torstraße 141
10119 Berlin

+49 (0)30 263 763 53

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